Seit Dezember 2014 haben Sie als Verbraucher einen Rechtsanspruch auf unterbrechungsfreie Versorgung. Vorbei sind die Zeiten, in denen Sie wochenlang bei einem Anbieterwechsel auf Internet und Telefon warten mussten. Die Dauer einer Unterbrechung der Versorgung darf maximal einen Werktag umfassen.

Unterbrechungsfreie Versorgung beim Anschlusswechsel des Festnetzanbieters

 Wichtig ist für Sie zunächst zu wissen, dass Sie bei einem Wechsel des Anbieters Ihren Anschluss nicht selbst kündigen müssen, dies erledigt der aufnehmende Anbieter für Sie mit. Nur so kann der Rechtsanspruch auf unterbrechungsfreie Versorgung gegenüber dem abgebenden Anbieter auch tatsächlich durchgesetzt werden. Der Anbieterwechsel erfolgt auf dem Wege der sogenannten Portierung. Sie beauftragen den neuen gewünschten Anbieter damit, die vorhandene Rufnummer zu übernehmen, die Leitung beim alten Anbieter zu kündigen und Ihnen eine neue Leitung zur Verfügung zu stellen. Ihr neuer Anbieter stellt Ihnen zu diesem Zweck ein Formular zur Verfügung, das Sie unterzeichnen und an diesen zurücksenden müssen.

Wichtig: Sowohl der Anschlussinhaber als auch die Adresse des Anschlusses müssen mit dem zugrunde liegenden Altvertrag vollständig identisch sein. Sicherheitshalber sollten Sie Ihre Rechnung daraufhin überprüfen.

 Reichen Sie den Antrag rechtzeitig beim neuen Anbieter ein, die Kündigungsfrist der meisten Verträge mit Mindestlaufzeit ist hierbei zu beachten. Wird diese unterschritten, dann verlängert sich Ihr Vertrag automatisch, in der Regel um ein weiteres Jahr. Je zeitiger Sie sich um einen gewünschten Wechsel kümmern, um so besser.

Sollte der neue Anbieter Sie aus technischen oder sonstigen Gründen am geplanten Tag des Wechsels nicht übernehmen (können), sei es weil technische, sei es weil organisatorische Ursachen hierfür verantwortlich sind, dann muss der Altanbieter Sie so lange weiter versorgen, bis der Wechsel durchgeführt werden kann. Ihr neuer Anbieter muss dazu den Altanbieter informieren und zur Weiterversorgung auffordern. Sicherheitshalber sollten Sie Ihrem neuen Anbieter mitteilen, dass ein Antrag auf Weiterversorgung gestellt werden muss, wenn ein Wechsel zum geplanten Termin nicht stattgefunden hat.

Wenn doch einmal, aus welchen Gründen auch immer, eine größere Versorgungslücke als 24 Stunden eingetreten ist, sollten Sie nicht lange zögern. Eine Beschwerde bei der Bundesnetzagentur über die fehlgeschlagene Portierung hilft meistens, die Lücke kurz zu halten. Das Beschwerdeformular finden Sie hier auf dieser Seite.

Günstige Festnetzanbieter (ADSL, VDSL und Kabel) finden Sie auf dieser Seite.

 

Unterbrechungsfrei Versorgung beim Anschlusswechsel des Mobilfunkanbieters

Etwas unterschiedlich ist die Portierung einer Mobilfunknummer geregelt, hier kündigen Sie selbst den Vertrag zum Laufzeitende und beauftragen zugleich einen neuen Anbieter damit, die vorhandene Mobilfunknummer zu übernehmen. Die Bearbeitung eines Portierungsantrags dauert einige Tage, rechnen Sie also mit einer Überschneidungszeit beider Verträge. Auf Wunsch können Sie auch während der Vertragslaufzeit Ihre Mobilfunknummer zu einem anderen Anbieter portieren. Dies entbindet Sie jedoch nicht von der Verpflichtung, die noch anfallenden Kosten des Altvertrages während der Laufzeit zu übernehmen. Ihr alter Anbieter muss Sie auf Anfrage über diese Kosten informieren. Die meisten Anbieter sind bereit, einen späteren Vertragsbeginn als den nächstmöglichen zu akzeptieren, so dass Sie mögliche Überschneidungszeiten minimieren können.

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